Der 2. Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland fand im niederländischen Nordseebad Zandvoort statt. Diese anspruchsvolle Rennstrecke liegt eingebettet in der Dünenlandschaft der Küste und es geht immer wieder über Hügel und Kuppen. Somit keine leichte Aufgabe für Kris, der diese Strecke nur virtuell kannte. So hieß es in den beiden freien Trainingssitzungen am Freitag, den Streckenverlauf kennenzulernen und seinen Seyffarth-Porsche sorgfältig abzustimmen. Kris gelang es, sich stetig in den Rundenzeiten zu verbessern. „Es war für mich schon eine extreme Herausforderung, auf diesem Kurs zu bestehen, zumal einige Kurven nicht einzusehen sind und sie „blind“ genommen werden müssen“, so Kris nach dem freien Training.
Entsprechend motiviert ging Kris dann am Samstag in das Zeittraining. Seine Rundenzeiten sahen zu Beginn des Qualifying vielversprechend aus, zumal er zeitweise im Mittelfeld des Teilnehmerfeldes geführt wurde. Dann kam die Schrecksekunde. Bei der Durchfahrt von Scheivlak, einer schnellen Kurvenkombination, die mit über 200 km/h gefahren wird, fuhr Kris einen Kerb zu hart an, kam vom Asphalt ab, verlor die Kontrolle über seinen Porsche, drehte sich von der Strecke, wobei das Auto teilweise komplett abhob und grub sich dann tief im Kiesbett ein. „Da bist du nur noch Passagier und man hofft, dass der Einschlag nicht so hart wird. Gottlob waren die Beschädigungen am Auto nicht so groß, außer das ich im Kiesbett ca. 30 kg Kies aufgesammelt habe, die das Auto sprichwörtlich zum Kieslaster machten“, so Kris bei seiner Rückkehr ins Fahrerlager. Hier hieß es nun für seine Mechaniker, den Rennwagen für das Rennen am Sonntag wieder einsatzbereit zu machen. Nach einer langen Nacht, stand der Porsche mit der Nummer 12 am Sonntagvormittag zum Rennen wieder blitzsauber da.
Trotz dieser Panne konnte Kris das Rennen als 14. unter 16 Piloten aufnehmen. Vom Startplatz gut weggekommen, schlug das Pech bereits in der ersten Kurve wieder zu. Kris holte sich auf dem rechten Vorderreifen einen Bremsplatten. Dadurch wurde das Fahrverhalten des Porsches sehr unruhig und Kris konnte somit nicht mehr den vollen Speed gehen. In der 7. Runde, beim Anbremsen in die berühmte Tarzankurve, platzte zudem der angeschlagene rechte Vorderreifen und Kris musste sich mit diesem Reifenschaden fast eine komplette Runde bis zur Box schleppen. Dadurch gingen leider Zeit und Plätze verloren. Nach 19 Rennrunden kam Kris auf Platz 15 ins Ziel und bekam noch einen Meisterschaftspunkt.
„Dieses Rennwochenende hake ich als Erfahrungserweiterung ab und konzentriere mich auf das nächste Rennen am 05. Juni auf dem Red-Bull-Ring in Österreich“, so Kris nach dem Rennen in Zandvoort.