Packende Überholmanöver und beste Unterhaltung bot der siebte und achte Lauf des Scirocco R-Cup den Zuschauern beim Volkswagen Heimrennen in der Motorsportarena Oschersleben. Nach zwei ereignisreichen Rennen hat Kris seine Gesamtführung im Volkswagen Scirocco R-Cup verteidigt. Mit 296 Punkten baute Kris seinen Vorsprung von zwölf auf 19 beziehungsweise 20 Zähler auf seine schärfsten Verfolger Jann-Henrik Ubben und Maciek Steinhof aus.
Im freien Training untermauerte Kris seinen Führungsanspruch in der Gesamtwertung mit der zweitbesten Zeit. Die schnellste fuhr der als Gaststarter eingeladene Steyerberger René Rast, Gewinner des dies-jährigen Porsche Super-Cups. Wie zuvor in Brands Hatch pokerte Kris im Qualifying hoch. Um die Reifen für das Rennen zu schonen, ging er nach der neunten von möglichen 16 Runden in Wartestellung, um notfalls auf die Resultate seiner Konkurrenten reagieren zu können. Es blieb bei der zweitschnellsten Zeit, allein der außerhalb der Punktwertung fahrende René Rast war schneller.
Im ersten Hauptrennen gewann Kris das Startduell mit Rast, musste ihn aber in der siebten Runde passieren lassen. Ein packender Zweitkampf mit einem auf Angriff fahrenden Kris bestimmte den weiteren Rennverlauf – bis ein zu überrundendes Fahrzeug Kris stärker behinderte als Rast, der dadurch als Erster die Ziellinie überquerte. „Das war ein superspannendes und sehr faires Duell zwischen René und mir“, freute sich Kris über seinen Erfolg und seine Darbietung, die allgemein große Anerkennung und Begeisterung auslöste. Auch Teamchef Rüdiger Seyffarth war mit der Leistung seines Schützlings sehr zufrieden. „Nach seinem Sieg in Brands Hatch fuhr Kris heute wieder ein Superrennen und führt verdient die Gesamttabelle an.“
Im zweiten Rennen starteten die ersten acht Fahrzeuge aus Lauf eins in umgekehrter Reihenfolge. Kris hatte von Platz sieben aus einen guten Start, beschädigte sich aber im Infight seinen Frontspoiler und war schließlich froh, diesen bei einem zwangsweise gewählten Notausgang ins Kiesbett zu verlieren, um nicht wegen technischen Defekt vom Rennen ausgeschlossen zu werden. Den zehnten Rang im Endergebnis nahm Kris locker. „Das dieses Rennen hart werden würde, war klar. Zum Rennende hin hatte ich große Probleme mit den Reifen, da ist mein Auto sehr unruhig geworden. Als ich dann auch noch die Frontschürze nach dem Kontakt mit Stefano Proetto verloren habe, wollte ich mich nur ins Ziel retten . Ich habe das Beste daraus gemacht.“
Für Kris stand am Rennwochenende aber nicht nur die Rennen auf dem Programm. Neben Interviews und Fernsehaufnahmen, konnte er auch seinen Ehrengast begrüßen. Der neunjährige Pascal Lange aus Wunstorf hatte nämlich am 1. Mai beim Wunstorfer Stadtfest Eintrittskarten, die Kris für das DTM-Rennen gestiftet hatte, gewonnen. Zusammen mit weiteren persönlichen Sponsoren, Freunden sowie Gästen von Scania und Audi, führte Kris ihn durch das Fahrerlager und bot ihnen einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen der Rennteams.
Das Saisonfinal findet am 16. Oktober auf dem Hockenheim-Ring statt.