Kris beim ADAC VW Polo-Cup auf dem Norisring im Pech
  29.06.09
 
Nach seinem Erfolg vom Lausitzring ganz besonders motiviert, fuhr Kris zum Norisring nach Nürnberg. Mit weiteren 25 Nachwuchsfahrern aus dem ADAC Volkswagen Polo-Cup trat er auf dem einzigen Stadtkurs Deutschlands zum vierten Schlagabtausch des Jahres an. Enge Windschattenduelle und harte Bremsmanöver, volle Tribünen und einmaliges Flair, dafür ist der Norisring auch als das „fränkische Monaco“ berühmt und bei Rennfahrern beliebt.

Bereits im freien Training lief es mit der fünftschnellsten Zeit ganz gut und Kris kam mit der ihm bis dahin unbekannten Rennstrecke sehr schnell zurecht. Das Zeittraining fand auf feuchter und schließlich abtrocknender Strecke statt. Diese Pistenverhältnisse waren für Kris die idealen Voraussetzungen seine fahrerischen Qualitäten aus seiner langjährigen Karterfahrung auch mit seinem Renn-Polo umzusetzen. Lange Zeit u.a. auf dem zweiten Platz geführt, beendete Kris das Zeittraining mit dem 4. Startplatz. „Ein tolles Ergebnis. Es zeigt, dass Kris seine gute Platzierung vom Lausitzring kein Einzelfall war“, so Teamchef und Betreuer Micky Raja (MRP-Motorsport) nach dem Qualiyfing am Samstagabend.

Am Rennsonntag war die Strecke trocken. Kris erwischte einen guten Start und konnte in den ersten Runden seinen vierten Platz behaupten. Das auf 22 Runden angesetzte Rennen musste in der siebten Runde unterbrochen werden, da nach einem Rennunfall die Streckenbegrenzung repariert werden musste. Das Rennen wurde anschließend hinter dem Saftey-Car neu gestartet. Schnell konnte sich eine Spitzengruppe mit fünf Fahrzeugen, u.a. Kris, von dem Hauptfeld etwas absetzen. In der letzten Rennrunde kam für Kris in der Grundig-Kurve jedoch das unerwartete Rennende. Beim Anbremsen zu dieser Kurve verpasste ein Mitstreiter seinen Bremspunkt und traf den Wagen von Kris, der sich gerade mit dem Fahrzeug im Scheitelpunkt der Grundig-Kurve befand, auf der Vorderachse. Mit einer gebrochenen Antriebswelle musste Kris seinen Renn-Polo sichtlich enttäuscht abstellen. “Eine völlig verrückte und unnötige Aktion meines Konkurrenten. Da erkämpft man sich eine gute Startposition und liefert bis zu dem Unfall ein gutes Rennen ab und dann kommt einer, der nicht nur mein Rennen sondern auch meine Top-Platzierung kaputt macht. Schade auch um die verlorenen Meisterschaftspunkte in der Gesamttabelle. Die Zähler hätte ich heute sehr gut gebrauchen können. Besonderes schmerzlich für mich ist dadurch auch die verlorene Tabellenführung in der Rookiewertung, die ich hier am Norisring weiter ausbauen wollte“ so Kris nach seiner Ankunft in der Boxengasse.

„Ich werde dieses Rennen schnell abhaken und freue mich aber jetzt schon auf das nächste Rennen, meinem „Heimrennen“ am 1. und 2. August in Oschersleben und hoffe, dass es dort wieder gut läuft“.